Wenn
Ihnen Welpen zu auffallend günstigeren Preisen angeboten werden,
sollte Ihnen das zu denken geben. Denn eine Tatsache ist, nur
wer billig produziert, kann auch billig verkaufen!
Es
ist davon auszugehen, dass die
körperlichen und seelischen Bedürfnisse der Hunde solcher
Züchter grob missachtet werden und die Muttertiere oft durch zu
frühe und viel zu häufige Bedeckung schamlos ausgebeutet werden.
Bei der Verpaarung der Elterntiere finden Gesundheit, Qualität
und Charakter keine Beachtung mehr und von einer medizinischen
Grundversorgung der Tiere kann nicht ausgegangen werden. Sie käme
zu teuer. Darüber hinaus werden die Welpen oft viel zu früh abgegeben.
Dass Jungtiere, die unter solchen Umständen gezeugt und
aufgezogen werden, meist krank und schwach sind und vielleicht
auch noch Erbfehler in sich tragen, kann sich selbst ein Laie
denken.
Den
Preis zahlen in erster Linie die Tiere! Aber auch die neuen
Besitzer kommen in den seltensten Fällen preisgünstig davon.
Falls der Kleine die ersten Wochen bei seinem neuen Besitzer überlebt,
kommen auf diesen oft horrende Tierarztkosten zu, die den
Betrag, den ein Züchter eines Verbandes für ein Jungtier
verlangt hätte, bei weitem übersteigen. Unter Umständen werden
solche Tiere nie ganz gesund, was nicht nur teuer ist, sondern
auch viel Kummer für den Einzelnen bedeutet.
Auch
wenn Sie weder züchten noch ausstellen wollen, sollten sie schon
im Interesse der Tiere auf einen Stammbaum bestehen, auch wenn
dieser letztendlich in der Ablage verstauben sollte. Alle
Züchter, die einem anerkannten Verband angehören, unterliegen
Zuchtrichtlinien, die eng an das Tierschutzgesetz ausgerichtet
sind. Sie regeln die Zuchttauglichkeit nur gesunder, dem Standard
entsprechender Tiere ebenso, wie das Mindestalter und die
Häufigkeit der Eindeckungen des Muttertieres. Auch die
medizinische Versorgung, wie Impfung und Wurmkuren und das
frühestmögliche Abgabealter der Jungtiere ist festgelegt.
Hierdurch sind optimale Bedingungen gewährleistet, aus denen
gesunde und psychisch stabile Tiere hervorgehen.
Spätestens
an dieser Stelle müsste allen klar sein, dass ein artgerechter
und verantwortungsvoller Umgang mit Tieren seinen Preis hat. Der
Züchter muss schon einiges an finanziellen Mitteln aufbringen.
Angefangen von den Deckgebühren, die bei einem gesunden,
rassetypischen Rüden, der oft mehrere Ausstellungen besucht hat
um die Zuchttauglichkeit zu bekommen, nicht gerade billig sind,
über die Anfahrt zum Deckrüden, die manchmal mehrere hundert
Kilometer betragen bis zu den medizinischen Untersuchungen, wie
HD-Röntgen und Augenuntersuchungen.